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Bits & Pieces

Edition #269 | 06.03.2026

Meistgehandelt | Märkte und Makro | Chart der Woche | Podcast | Dividenden-ETFs

China kappt seine Wachstumsziele, Broadcom liefert gute Zahlen und Apple einen Budget-Laptop. Eigentlich wäre diese Woche auch ohne die Gefechte in Nahost viel los gewesen. Doch die militärische Eskalation lässt die Märkte nervös auf den Ölpreis starren. Wir ordnen ein, was der Tankerstau durch die Sperrung der Straße von Hormus für die Weltwirtschaft bedeutet, begrüßen die Dividendensaison mit einem Strauß ETFs und freuen uns gemeinsam mit Nintendo auf die nächste Taschenmonster-Generation.


Meistgehandelt

Hinweis: Die Angaben beziehen sich auf das Verhältnis von Käufen und Verkäufen der 100 meistgehandelten Aktien im Scalable Broker zwischen dem 27.02.2026 und 05.03.2026.


Märkte & Makro

Öl im Stau

Donald Trump inszeniert sich stets als Friedenspräsident, der die USA aus langwierigen militärischen Abenteuern heraushält. Dieses Image bröckelt seit dem Wochenende gewaltig. Gemeinsam mit Israel führen die USA massive Militärschläge gegen das iranische Regime durch. Teherans Vergeltung: Raketen- und Drohnenangriffe auf US-Basen, Nachbarländer und deren Infrastruktur.

Auch der wirtschaftliche Druck steigt: Der Iran hat die für den Öl- und Gashandel zentrale Straße von Hormus gesperrt. Die Konsequenz: Öltanker stauen sich beiderseits der Meerenge und Versicherungen für Handelsschiffe sind nicht mehr zu bekommen. Die Rohstoffe der Golfregion stecken fest, die Energiepreise steigen.

Für Trump könnte der Angriff zum Bumerang werden. Die US-Inflationsrate fiel im Januar zwar auf 2,4 % im Vorjahresvergleich, doch Vorboten für steigende Verbraucherpreise mehren sich. Der aktuelle Ölpreisschock könnte die noch glimmende Inflation nun neu anfachen.

Angesichts der Zwischenwahlen im November ist das für den US-Präsidenten hochgefährlich – schließlich versprach er seiner Basis nicht nur Frieden, sondern auch sinkende Preise. Trump versucht zu beruhigen: Die Militäraktion werde nur wenige Wochen dauern. Und um den Handelsknoten bei Hormus zu zerschlagen, soll die US-Regierung kurzerhand selbst als Versicherer einspringen. Notfalls werde die US Navy die Tanker eskortieren.

Was bedeutet das für Sie? Politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine. Hält die Krise nicht lange an, sollten Kursrücksetzer erfahrungsgemäß schnell wieder aufgeholt werden. Und selbst an lang anhaltende Konflikte – wie den Ukraine-Krieg – passen sich die Märkte erstaunlich gut an. Das Restrisiko: Sollten wichtige Raffinerien oder Pipelines zerstört werden, droht ein langfristig erhöhtes Energiepreisniveau, das die Weltwirtschaft dämpfen, die Inflation anheizen und den Spielraum für Zinssenkungen einschränken dürfte.


Chart der Woche

Krise auf den Weltmeeren

Engpässe des weltweiten Ölhandels

Chart der Woche

Quelle: US Energy Information Administration (2023)

Der Iran-Konflikt hat die Energiepreise nach oben getrieben: Öl- und Gas stiegen um mehr als 10 %. Die Investmentbank Bernstein schließt Preise über 100 $ je Barrel nun nicht mehr aus.

Auf den Iran entfallen derzeit rund 3 % der weltweiten Ölproduktion. Außerdem kontrolliert das Land eine der wichtigsten strategischen Meerengen der Welt – die Straße von Hormus. 21 Millionen Barrel Rohöl wurden 2023 täglich durch sie verschifft – fast 20 % des weltweiten Verbrauchs. Auch für den Transport von verflüssigtem Erdgas (LNG) ist dieser Seeweg von entscheidender Bedeutung: Fast ein Fünftel des Welthandels durchquert die Meerenge.

Die nun blockierte Straße von Hormus ist der einzige Seeweg aus dem Persischen Golf. Vor allem Asien ist von der Blockade betroffen. Rund 80 % der Öl- und Gastransporte durch die Meerenge sind für den asiatischen Markt bestimmt. Insbesondere die starken Industrien von China, Korea und Taiwan sind auf die Energie aus dem Golf angewiesen. Auch deshalb war der südkoreanische Aktienindex KOSPI diese Woche zeitweise stark im Minus.

Erschwerend kommt hinzu: Wegen der Gefahrenlage im Roten Meer meiden viele Schiffe auch den Suezkanal und nehmen derzeit den Umweg um Südafrika – was die Kosten treibt und Lieferzeiten verlängert.


Nintendo

Pikachu setzt Surfer ein!

Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum der Taschenmonster rollt mit „Pokémon Wind und Welle“ die zehnte Generation der Videospielreihe exklusiv auf die Switch 2 zu. Doch während die Gaming-Community bereits die Pokébälle poliert, leidet Nintendos Aktienkurs anscheinend unter Paralyse. Seit dem Allzeithoch im August 2025 ging es für das Papier kräftig abwärts.

Dabei lief 2025 eigentlich nach Plan: Über 17 Millionen Exemplare der Switch 2 wanderten über die Ladentheken. Der Übeltäter hinter dem Kursrutsch: die gestiegenen Preise bei Speicherchips. Die dadurch rasant wachsenden Produktionskosten schmälern die Marge des Konsolenherstellers. Nintendo-CEO Shuntaro Furukawa schloss eine Preiserhöhung für die Switch 2 Anfang des Jahres zwar aus, doch in der Szene wird bereits über höhere Preise für Zubehör und Co. spekuliert.

Das Gaming-Schwergewicht hat aber einen Plan. Mit herunterladbaren Inhalten und dem „Nintendo Switch Online“-Abo wird das Geschäftsmodell immer stärker auf Asset-Light getrimmt. Im vergangenen Geschäftsjahr machte dieser digitale Bereich über die Hälfte des Umsatzes aus – Tendenz steigend. Außerdem sitzt das Unternehmen auf einem gewaltigen Copyright-Schatz: Neben Pokémon gehören Bildschirm-Ikonen wie Mario, Donkey Kong oder Link aus „The Legend of Zelda“ zum Portfolio. Vielleicht verschaffen genau diese Kultfiguren dem Konzern bald das erhoffte Level-Up an der Börse – denn die Ära der großen Switch-2-Exklusivtitel hat gerade erst begonnen.


Podcast

Wie investiert man eigentlich schon vor dem IPO in SpaceX? In der neuen Community-Folge liefert Christian W. Röhl die Antwort. Außerdem im Fokus: das Comeback Griechenlands und der ewige Turnaround-Kandidat Kraft Heinz.

Hier geht's zum Video auf YouTube oder zur Podcast-Version auf Apple Podcasts, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt.


Dividenden-ETFs

Frühlingsgefühle fürs Depot

Der März bringt nicht nur die Natur zum Blühen, sondern startet an den europäischen Börsen auch die Dividendensaison. Ausschüttungen sind besonders in Zeiten schwankender Märkte beliebte Rendite-Puffer. Und mit Dividenden-ETFs müssen Sie nicht mühselig nach den Top-Zahlern suchen, sondern holen sich gleich einen ganzen Korb von ihnen ins Portfolio.

Der iShares STOXX Global Select Dividend 100 bündelt die 100 ausschüttungsstärksten Unternehmen aus Nordamerika (40), Europa (30) und den asiatischen Industrieländern (30). Statt Big-Tech findet sich hier die Old Economy, darunter Versicherer, Versorger und Banken. Ein solider Anker, wenn der Tech-Sektor mal wieder Achterbahn fährt. Zudem dürfen die Dividenden in den letzten fünf Jahren nicht gesunken sein und maximal 60 % des Gewinns ausmachen – eine eingebaute Absicherung gegen ungedeckte Schecks.

Wer neben der reinen Ausschüttungshöhe auch Wert auf Qualität legt, kann zum Amundi Equity Quality Income greifen. Hier fließt Ihr Geld in Unternehmen, die nicht nur großzügige Dividenden zahlen, sondern auch robuste Bilanzen aufweisen. Der integrierte „Quality“-Filter soll verhindern, in sogenannte Dividendenfallen zu tappen: Er schließt Unternehmen aus, deren Rendite nur deshalb so hoch ausfällt, weil der Aktienkurs zuvor massiv eingebrochen ist.

Für das gute Gewissen bei der Dividende gibt es den Xtrackers MSCI World High Dividend Yield ESG. Dieser ETF orientiert sich am MSCI World, filtert ihn aber nach strengen Kriterien im Hinblick auf Umweltschutz, Soziales und Unternehmensführung. Von den verbleibenden Titeln kommen nur diejenigen mit der höchsten Dividendenrendite in den ETF.


Produkt-Highlight

Einer für alles

Die ganze Welt der Aktien in einem ETF? So etwas gibt es nicht – aber fast. Der Index FTSE All-World deckt mehr als 90 % des weltweit investierbaren Aktienmarktes ab. Enthalten sind über 4.200 große und mittelgroße Unternehmen aus Industrieländern wie den USA, Deutschland oder Japan sowie aus Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien. Lediglich kleine Firmen sowie Unternehmen aus Ländern mit wenig entwickelten Kapitalmärkten (Frontier Markets) fehlen im Index.

Mit 0,15 % laufenden Kosten pro Jahr ist der Invesco FTSE All-World der derzeit günstigste ETF, der diesen Weltindex nachbildet. Wie das gelingt? Der ETF nutzt das sogenannte Sampling-Verfahren. Das heißt, er kauft nur eine repräsentative Auswahl der im Index enthaltenen Aktien. Das führt in der Regel zu weniger Transaktionen und hilft, die Kosten niedrig zu halten. Die Diversifikation leidet darunter kaum. Mit Ende Juli knapp 2.400 enthaltenen Titeln ist der ETF noch immer sehr breit gestreut.

Und beliebt ist das Produkt auch: Derzeit kommt die thesaurierende Variante des ETFs auf ein Fondsvolumen von mehr als 2,72 Mrd. € (Stand: 26.02.2026). Bei einer Anlage in diesen Fonds handelt es sich um den Erwerb von Anteilen an einem passiv verwalteten, indexnachbildenden Fonds und nicht um den Erwerb der Vermögenswerte, die vom Fonds gehalten werden.

Hier geht's zum ETF


SCALABLE NEWS


Nahtlos umbuchen

An der Börse macht Hin und Her bekanntlich Taschen leer. Wenn es aber darum geht, das eigene Geld umzuschichten, sind Flexibilität und Schnelligkeit richtig praktisch. Ab sofort können Sie Ihr Guthaben deshalb direkt von einem Produkt in ein anderes übertragen – perfekt, um beispielsweise das Depot Ihres Kindes aufzustocken. Der lästige Umweg über das Girokonto fällt weg. So arbeitet Ihr Geld genau dort, wo Sie es wollen.

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Was es damit auf sich hat? Ab sofort gibt es bei einer erstmaligen Depoteröffnung 25 € von unserem Scalable MSCI AC World Xtrackers ETF geschenkt. Was die eingeladene Person dafür tun muss:

  • Depot bis zum 25.03.2026 eröffnet haben
  • Innerhalb von 6 Monaten 6 Trades oder Sparplanausführungen im Wert von je mindestens 150 € tätigen

Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Quellen: Scalable und dpa-AFX

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