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Bits & Pieces

Edition #164 | KW 7

Delivery Hero | Märkte & Makro | Tourismus | Chart der Woche | ETFs im Fokus

„Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.“ Tyler Durden aus dem Kultfilm „Fight Club“ würde sich womöglich nicht die Augmented-Reality-Brille Apple Vision Pro kaufen. Neben dem Filmtipp lesen Sie in diesem Newsletter Spannendes zu Delivery Hero und TUI. Unser Hörtipp ist ein Podcast mit unserem Co-CEO Erik Podzuweit, der einen Blick in die Zukunft der Geldanlage wagt.


Delivero Hero

Held behält Panda

Der Berliner Lieferdienst Delivery Hero konnte zuletzt seine Marke für Südostasien namens Foodpanda nicht abstoßen. Dort kriselt das Geschäft infolge eines harten Wettbewerbs. Die Profitabilität leidet zudem unter hohen Werbeausgaben. Delivery Hero bleibt vorerst entspannt. „Wir müssen Foodpanda nicht verkaufen, auch wenn das ein Vorteil für unsere Liquidität wäre“, so Finanzchef Emmanuel Thomassin am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Das kam an der Börse gut an, denn es gab auch Bedenken, dass die Liquidität nicht ausreichen könnte, um die Verbindlichkeiten des Unternehmens aus eigener Kraft zu bedienen.



Das deutet für mich darauf hin, dass der restliche Markt Nachholpotenzial hat. Übrigens gilt das auch für den Fall, dass Donald Trump Präsident wird. Speziell die Old Economy dürfte von ihm profitieren.

Sven Streibel, Chef-Aktienstratege der DZ Bank, zur bisher starken Performance von US-Tech-Aktien im Interview mit dem „Handelsblatt“ am 19.02.2024.


Märkte & Makro

In der Warteschleife

Die Verbraucherpreise in den USA stiegen im Januar um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Dezember lag die Teuerungsrate noch bei 3,4 Prozent. Der Preisauftrieb ist damit nicht so deutlich gesunken, wie der Markt erwartet hatte. Die aktuellen Zahlen liefern der US-Notenbank Federal Reserve also noch keinen Grund für den Beginn von Leitzinssenkungen, die dem Aktienmarkt zugutekommen sollten. Aufflammende Spekulationen um Zinsenkungen trieben den DAX am Donnerstag jedoch zu einem neuen Rekordhoch von 17.089 Punkten.

Am Mittwochmorgen kletterte die Kryptowährung Bitcoin über die 50.000-US-Dollar-Marke und sogar über 52.500 US-Dollar – ein neues 26-Monats-Hoch. Die Marktkapitalisierung des Bitcoins lag damit wieder über einer Billion US-Dollar.


TOURISMUS

Premiere bei TUI

Für TUI, dem nach Umsatz größten Reisekonzern der Welt, ist das vierte Jahresquartal traditionell ein Verlustgeschäft. Abgesehen von Weihnachten und Silvester sind die Flieger gegen Süden von Anfang Oktober bis Ende Dezember nämlich häufig halb leer – nicht so im vergangenen Jahr. Zum ersten Mal seit dem Zusammenschluss zur TUI Group schrieb der deutsche Konzern von Oktober bis Dezember schwarze Zahlen . Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) von TUI stieg auf sechs Millionen Euro. Im Vorjahr hatte TUI noch einen Verlust von 153 Millionen Euro verbucht.

Woher kommen die Gewinne? TUI verzeichnete mehr Buchungen, konnte aber auch höhere Preise durchsetzen. Während die Zahl der Reisegäste im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 3,5 Millionen stieg, wuchs der Umsatz um 14,7 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro.

Wie sind die Aussichten? Im Augenblick sei die Buchungslage gut. Im laufenden Jahr will TUI den Umsatz um mindestens zehn Prozent auf etwa 23 Milliarden Euro erhöhen. Das EBIT soll sogar um ein Viertel steigen – auf gut 1,2 Milliarden Euro. Auch einer Rückkehr in die DAX-Familie steht nichts mehr im Weg. Auf der Hauptversammlung am Dienstag entschieden Aktionärinnen und Aktionäre nahezu einstimmig, die Notierung an der Börse London zu beenden. Ab April wird die TUI-Aktie nur noch im Prime Standard der Börse Frankfurt gelistet. Für den 24. Juni erwartet TUI die Aufnahme in den MDAX .


Wer im Streaming-Markt vielleicht die besseren Karten in der Hand hält, sehen Sie in einem kurzen Video.


Chart der Woche

Die wertvollsten Marken der Welt (in Milliarden US-Dollar)

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Quelle: Brand Finance Global 500 2024

Blick auf Markenwerte

Seit Anfang Februar ist Apples Vision Pro im Handel erhältlich – vorerst aber nur in den USA. Der Einstiegspreis des Mixed-Reality-Headsets liegt bei 3.500 US-Dollar. Ist das zu teuer? Laut der Untersuchung der Unternehmensberatung Brand Finance sieht zwar mehr als die Hälfte der befragten Personen Apple-Produkte als teuer, jedoch ihre Preise wert an.

Der Markenwert von Apple stieg in einem einzigen Jahr um 74 Prozent oder 219 Milliarden US-Dollar auf insgesamt 516,6 Milliarden US-Dollar. Allein das Wachstum entspricht fast dem Gesamtwert der Marken Facebook, Telekom und TikTok zusammen. Der Markenwert von Microsoft stieg auf Jahressicht unter anderem dank des Booms rund um die künstliche Intelligenz (KI) sogar um 78 Prozent auf 340,4 Milliarden US-Dollar.


ETFs im Fokus

Gut und günstig?

Value-Investing zielt darauf ab, unterbewertete Aktien von Unternehmen mit stabiler Gewinnentwicklung, einer überdurchschnittlichen Profitabilität und einer guten Marktposition zu identifizieren. Die Unternehmen kommen häufig aus klassischen Wirtschaftsbranchen wie beispielsweise dem Versicherungswesen oder der Nahrungsmittelindustrie. Wer nicht selbst Value-Aktien suchen möchte, der kann über ETFs breit gestreut in Substanzwerte aus den USA, aus den Industrie- und Schwellenländern oder aus der ganzen Welt investieren.


ETF-SPECIAL


Anleihen können Sie ganz einfach über iBonds ETFs von iShares in Ihr Depot bringen und im Scalable Broker handeln. Das zeichnet sie aus:

  • Abbildung eines Anleihen-Index: Diversifiziertes Investment mit einem ETF in Unternehmens- oder Staatsanleihen aus mehreren Sektoren und Länder
  • Regelmäßige Zinszahlungen
  • Besonderheit: Auszahlung des angelegten Kapitals am Laufzeitende (festes Fälligkeitsdatum des ETFs)

Hörtipp

Wie Sie mit Krisen umgehen sollten und wie die Geldanlage von morgen aussehen könnte, darüber spricht Erik Podzuweit, Co-CEO von Scalable Capital, als Gast im Podcast „Expedition Investment“.

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