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OpenAI und Anthropic liefern sich ein heißes Wettrennen um die KI-Krone – und eine der beiden Firmen könnte schon bald an die Börse kommen. Gleichzeitig rücken die Zinsen wieder in den Fokus, die hartnäckige Inflation ruft die Notenbanken auf den Plan. Außerdem: Warum bei Siemens Energy eine Spaltung ansteht und wie Europa an der Zukunft baut.


Meistgehandelt

Hinweis: Die Angaben beziehen sich auf das Verhältnis von Käufen und Verkäufen der 100 meistgehandelten Aktien im Scalable Broker zwischen dem 28.08.2026 und 03.09.2026.

Im Fokus: Carnival

Kreuzfahrten boomen, doch die Branche bleibt extrem kapitalintensiv. Das spürt Carnival derzeit deutlich: Obwohl das operative Geschäft gut läuft, drückt noch immer ein massiver Corona-Schuldenberg auf die Bilanz. Auch die Marken AIDA und Costa gehören zum in Miami ansässigen Konzern.


Märkte und Makro

Die Realität holt jeden ein

Im E-Commerce-Hype während der Pandemie war der Fast-Fashion-Riese Shein Global Holdings zeitweise mit knapp 100 Mrd. $ bewertet worden. Doch der schöne S(c)hein war nicht nachhaltig: Zwar gelang diese Woche nach zwei gescheiterten Anläufen in New York und London endlich ein Börsengang in Hongkong – aber dort bringt Shein nur noch ein Viertel des einstigen Hochs auf die Waage. Vor allem die gekippten Zollfreigrenzen in den USA und der EU bremsen das Wachstum.

Ob mit dem frischen Geld von der Börse die Trendwende gelingt, hängt natürlich auch am Makro-Umfeld – das sich weiter eingetrübt hat. Nachdem die Inflation in der Eurozone im Juli auf 2,9 % gestiegen ist, wird an den Märkten über weitere Zinsschritte der EZB spekuliert. Und auch jenseits des Atlantiks könnte eine Leitzinserhöhung bevorstehen, nachdem Fed-Chef Kevin Warsh beim Notenbank-Symposium in Jackson Hole festgestellt hatte, dass es mit Blick auf die Teuerung „Arbeit zu tun“ gibt.

Derweil schaffen die internationalen Investoren bereits Fakten. Die Renditen langlaufender Staatsanleihen sind rund um den Globus weiter gestiegen. Bislang zeigen sich die Aktienbörsen davon nicht allzu beeindruckt. Passend dazu setzt der MSCI World Momentum Index nun noch stärker auf KI: Im Zuge der vierteljährlichen Überprüfung der Strategie, die systematisch und regelbasiert auf die am besten gelaufenen Aktien setzt, hat sich der Tech-Anteil um weitere fünf Prozentpunkte erhöht – u. a. durch die Neuaufnahme von Sandisk und Palo Alto Networks sowie Aufstockungen bei AMD, Alphabet und Cisco.


Podcast

Warren Buffett ist am Wochenende 96 geworden. Zwei Drittel seines Lebens stand er an der Spitze von Berkshire Hathaway, wo nun der größte Umbruch der Geschichte ansteht: 400 Mrd. $ Cash, ein neuer CEO und eine gigantische Wette auf Alphabet. Mit der Handelsblatt-Journalistin Astrid Dörner, die Warren Buffett gleich zweimal interviewt hat, diskutiert Christian W. Röhl die Widersprüche des erfolgreichsten Investors unserer Zeit.

Hier geht’s zum Video auf YouTube oder zur Podcast-Version auf Apple Podcasts, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt.


Siemens Energy

Fokus statt Futterneid

Goodbye ToI, hello Omterra. Rund 17.000 Mitarbeitende müssen sich womöglich bald an einen neuen Firmennamen gewöhnen, denn Siemens Energy plant seine Industriesparte „Transformation of Industry“ (ToI) zu verselbstständigen. Hier wurde im vergangenen Jahr knapp ein Sechstel des Konzernumsatzes erwirtschaftet. Durch die Abspaltung will CEO Christian Bruch das Kerngeschäft rund um Stromnetze und Kraftwerke stärken – das dank stromfressender Rechenzentren einen Auftragsboom erlebt.

  • Schluss mit Tauziehen: Die Kernsegmente sind extrem kapitalintensiv und haben ToI dank höherer Renditen im Ringen um Investitionen häufig ausgestochen. Mit der Abspaltung soll dieser interne Wettkampf enden. Siemens Energy will Minderheitsaktionär von Omterra bleiben und prüft derzeit Optionen wie den Einstieg von Finanzinvestoren oder einen Börsengang.
  • Rekordjagd: Der Umsatz von Siemens Energy kletterte im letzten Quartal um 18,5 % auf 11,4 Mrd. €. Das Auftragsvolumen knackte mit 17,9 Mrd. € einen neuen Rekord. Sogar die lange strauchelnde Windkraftsparte Gamesa schrieb erstmals seit Jahren wieder schwarze Zahlen.
  • Atempause: Seit dem Allzeithoch im April dieses Jahres hat die Aktie von Siemens Energy deutlich nach unten korrigiert. Auf Basis der Analystenschätzungen für das kommende Geschäftsjahr 2026/27 ist der DAX-Konzern nun mit dem 23-fachen Gewinn bewertet – so niedrig wie zuletzt vor zwei Jahren.

Chart der Woche

Wettrennen der KI-Kolosse

Jährliche Umsatz-Run-Rate in Mrd. $

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Quelle: Bloomberg, Reuters, eigene Recherche

Sind Sie Team Claude oder ChatGPT? Beide Sprachmodelle sorgen bei ihren Schöpfern Anthropic und OpenAI für eine extrem steile Wachstumskurve. Die jährliche Umsatz-Run-Rate von OpenAI – eine Hochrechnung der Jahreserlöse basierend auf dem jüngsten Monatsumsatz – knackte im Juli die Marke von 40 Mrd. $, fast doppelt so viel wie zum Jahresanfang.

Anthropic wächst aber noch schneller. Die Claude-Mutter hat ihren Erzrivalen im April überholt und kam im Juli auf eine jährliche Umsatz-Run-Rate von 65 Mrd. $. Ende 2025 hatte der Wert noch bei „schlanken“ 9 Mrd. $ gelegen. Anthropics Geschäft boomt vor allem dank der Fokussierung auf Firmenkunden, OpenAI hingegen ist stärker bei Privatleuten präsent.

Parallel nehmen beide Wettbewerber Kurs auf die Börse. Während OpenAI wohl erst 2027 den Sprung aufs Parkett wagen wird, könnte es bei Anthropic bereits im September so weit sein. Dabei wird nach Berichten der „Financial Times“ eine Bewertung von bis zu 2 Bio. $ angepeilt – etwa das Doppelte des Niveaus der letzten Finanzierungsrunde (965 Mrd. $). Über den BlackRock Private Equity Fund erhalten Anlegende im Scalable Broker Zugang zu nicht börsennotierten Unternehmen – auch Anthropic und OpenAI gehören dazu.


Europa-ETFs

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Europa kommt in die Gänge

Jahrelang wurde über den Verfall der europäischen Infrastruktur nur geredet. Nun fließen endlich Milliarden in Großprojekte, was die Auftragsbücher vieler Unternehmen füllt. So entsteht etwa zwischen Deutschland und Dänemark der 18 km lange Fehmarnbelt-Tunnel. In Großbritannien soll mit dem Eastern Green Link 1 eine der leistungsfähigsten Stromautobahnen der Welt geschaffen werden. Und dann wäre da noch der Brennerbasistunnel zwischen Österreich und Italien, der den Güter- und Personenverkehr auf der Schiene entlasten soll.

Nicht von ungefähr sind die Gewinne der europäischen Börsenfirmen im vergangenen Quartal um über 20 % gestiegen. Setzt sich der Aufschwung fort, dürften davon etwa der Xtrackers STOXX Europe 600 UCITS ETF oder der iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR profitieren. Beide ETFs bündeln große und mittelgroße Unternehmen aus ganz Europa – wobei die Euro-Länder nur einen Anteil von etwas mehr als 50 % haben. Der Rest entfällt vor allem auf Firmen aus Großbritannien und der Schweiz.

Der Amundi Core EURO STOXX 50 UCITS ETF EUR konzentriert sich hingegen auf die 50 größten und wichtigsten Werte aus dem Euroraum. Dazu zählen der niederländische Lithographiesystem-Hersteller ASML, der deutsche Technologie-Konzern Siemens oder die spanische Banco Santander.

Der im Mai frisch aufgelegte Vanguard FTSE Developed Europe Small-Cap UCITS ETF EUR schaut eine Reihe tiefer. Der ETF setzt gezielt auf europäische Nebenwerte, die historisch gesehen oftmals höhere Schwankungen, aber über lange Zeiträume eine bessere Wertentwicklung als Large und Mid Caps vorweisen.


Produkt-Highlight

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Safe, Safer, Chainlink

Blockchains haben ein grundlegendes Problem: Sie sind „blind“ für reale Daten wie Aktienkurse, die sie für viele automatische Prozesse dringend brauchen. Tokenisierte Aktien beispielsweise benötigen Zugriff auf den realen Aktienpreis. Und wenn sich diese Abläufe auf eine einzige Datenquelle verlassen, können erhebliche Sicherheitsrisiken durch Manipulationen und Serverausfälle entstehen. Sogenannte Orakel-Netzwerke – ganz vorn dabei Chainlink – lösen dieses Problem: Sie sammeln Echtzeit-Daten aus verschiedenen Quellen, gleichen sie ab und geben die überprüften Informationen an die Blockchain weiter. Der Treibstoff für Chainlink ist die Cryptowährung LINK.

Der schwedische Crypto-Spezialist Virtune ermöglicht es mit dem Virtune Chainlink ETP, sich LINK direkt ins Depot zu holen – ganz ohne Crypto-Wallet. Das Produkt lässt sich wie eine klassische Aktie handeln und schützt Anlegende durch folgende Sicherheitsmerkmale:

  • Physische Sicherung: Das ETP ist vollständig durch das zugrunde liegende Crypto-Asset besichert.
  • Offline-Verwahrung: Die Speicherung der Vermögenswerte erfolgt offline im Cold Storage bei Coinbase und BitGo Custody – regulierte und vom Handelsplatz getrennte Crypto-Verwahrstellen.
  • On-Chain-Verifizierung: Über Chainlinks Proof of Reserves kann jederzeit nachgeprüft werden, ob die besicherten Assets zu 100 % dem Wert des ETPs entsprechen.
  • Unkomplizierter Zugang: Das ETP holt das Crypto-Asset aus der unregulierten Nische und macht es über traditionelle Handelsplätze zugänglich.

Hier geht’s zum ETP


Scalable News


Glückskekse? Papperlapapp.

Mit dem Scalable Festgeld müssen Sie nicht rätseln, was der Markt macht, und sichern sich einen festen Zinssatz, der einen verlässlichen Cashflow erzeugt. Planen Sie jetzt Ihre Zukunft mit Scalable.

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Das Scalable Festgeld ist ab jetzt verfügbar. Sie finden die Option dazu in der Scalable-App.

*Konditionen sowie Guthabenverteilung finden Sie hier.


Altersvorsorge im Fokus


In dieser Rubrik beantworten wir kurz und knapp Ihre wichtigsten Fragen rund um das geplante Altersvorsorgedepot.

Ist das Altersvorsorgedepot (AVD) für ein Mitglied von berufsständischen Versorgungswerken sinnvoll?


  • Ja, denn während die Rentenzahlungen aus einem berufsständischen Versorgungswerk ein wichtiger Basisbaustein für das Alter sind, reichen sie allein meist nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard nach dem Berufsleben aufrecht zu erhalten. Hier kann das AVD eine ideale Ergänzung sein.
  • Im Gegensatz zum Versorgungswerk können Anlegende mit dem AVD eigenverantwortlich und direkt am Kapitalmarkt Ruhestands-Vermögen aufbauen. Sie genießen dabei die Flexibilität, staatlich gefördertes Kapital in renditestarke Anlagen wie ETFs zu investieren.

Redaktionsschluss: Freitag, 7 Uhr

Quellen: Scalable und dpa-AFX

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