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Bits & Pieces

Edition #273 | 02.04.2026

Meistgehandelt | Märkte und Makro | Podcast | Konsumgüter | Chart der Woche | Banken-ETFs

20 Kinder, eine schöne Frau und ein Haus am See. Peter Fox erzählte uns einst von seinem Traum. Doch für viele bleibt die Idylle am Wasser genau das: eine Träumerei. Wer kann sich bei den steigenden Preisen für Energie, Strom und den täglichen Bedarf denn heutzutage noch ein Eigenheim leisten und eine Großfamilie ernähren? Selbst kleine Traditionen wie der Osterhase aus Schokolade werden zum teuren Luxus. Höchste Zeit also, gegenzusteuern. Unser Tipp: Lagern Sie Ihr Geld nicht nur bei Banken, sondern profitieren Sie auch von deren Geschäft.


Meistgehandelt

Hinweis: Die Angaben beziehen sich auf das Verhältnis von Käufen und Verkäufen der 100 meistgehandelten Aktien im Scalable Broker zwischen dem 27.03.2026 und 01.04.2026.



Das Altersvorsorgereformgesetz bringt das Investieren am Kapitalmarkt endgültig in die Mitte der Gesellschaft.

Erik Podzuweit, Gründer und Co-CEO von Scalable Capital am 27. März 2026


Märkte und Makro

Mission accomplished?

US-Präsident Trump hat angekündigt, dass der Iran-Einsatz „kurz vor dem Abschluss“ stehe. Nahezu alle militärischen Ziele seien erreicht worden. Ein paar „extrem harte“ Militärschläge stünden jedoch noch an.

Seitdem der Konflikt vor fünf Wochen begann, klettern die Energiepreise. Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl stieg zeitweise auf über 115 $ – der höchste Wert seit Juli 2022. Nicht nur Energie wird teurer. Nachdem der Iran am vergangenen Samstag zwei der größten Aluminiumproduzenten der Golfregion ins Visier genommen hatte, stieg der Preis für das Industriemetall auf ein Vierjahreshoch.

In Deutschland wirkt sich der noch anhaltende Konflikt bereits auf die Inflationsrate aus: Im März lag diese im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 2,7 %. Der große Treiber waren die Energiepreise, die um 7,2 % zulegten. Auch beim Hausbau wird es teurer: Neben den Baukosten sind außerdem die Bauzinsen zuletzt um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte stark gestiegen. Hintergrund für das steigende Zinsniveau ist die Annahme, dass die Europäische Zentralbank im Jahresverlauf ihre Leitzinsen wohl anheben wird.

Und wie steht es um die USA? Eine Gallone Benzin kostet im Landesdurchschnitt mittlerweile über 4 $. Für amerikanische Verhältnisse ist das verdammt viel. Trumps Ziel muss es sein, den Spritpreis auf unter 3 $, besser 2 $ zu senken. Sollte das nicht klappen, droht eine Niederlage bei den Zwischenwahlen im Herbst und eine Abkühlung der US-Wirtschaft – was auch steigende Arbeitslosenzahlen nach sich ziehen dürfte.

Beim offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für den März erwarten die Märkte einen Zuwachs von 60.000 Jobs. Die Unsicherheit: Im Februar wurde aus einer ähnlichen Erwartung letztlich ein Verlust von 92.000 Arbeitsplätzen. Das Problem: Um auf die Zahlen zu reagieren, muss die Wall Street bis Montag warten. Beidseits des Atlantiks sind die Börsen am Karfreitag geschlossen. In Deutschland und Österreich ist sogar erst am Dienstag nach Ostern wieder Leben auf dem Börsenparkett.


Podcast

„Ich habe mein Leben lang kein Geld angelegt. Ich fand’s furchtbar langweilig“, sagt Lea-Sophie Cramer. Die Seriengründerin mit Millionen-Exit hat Start-up-Geschichte geschrieben und gilt als eine der wichtigsten Business-Stimmen Deutschlands. Über ihre Begeisterung fürs Gründen, Investments als Business Angel und in ETFs, ihr Engagement für Frauen in der Wirtschaft und die Frage, warum Sport ihre Business-Antwort auf KI ist – darüber spricht Christian W. Röhl mit der LinkedIn-Top-Voice und Host des einflussreichen Business-Podcasts „Fast & Curious“.

Hier geht's zum Video auf YouTube oder zur Podcast-Version auf Apple Podcasts, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt.


Konsumgüter

Luxuswindeln für die Dividende

Wäsche waschen mit Ariel und Zähne putzen mit blend-a-med – die Produkte von Procter & Gamble haben viele von uns zuhause oder wir kennen sie zumindest aus TV-Spots. Seit Januar hat der zweitgrößte Konsumgüterkonzern der Welt mit Shailesh Jejurikar einen neuen CEO, und dieser hatte gleich zu Beginn seiner Amtszeit eine undankbare Aufgabe: die Vorstellung schwacher Zahlen für das vergangene Geschäftsquartal.

Der Nettoumsatz lag bei 22,2 Mrd. $, was einem Anstieg von nur knapp 1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach – die Wall Street hatte mehr erwartet. Das Unternehmen hat mit den globalen Zöllen und spätestens seit Beginn des Iran-Konflikts auch mit steigenden Energiepreisen zu kämpfen. Eine weitere Baustelle: Trotz etablierter Marken im Portfolio macht die preisbewusste Kundschaft nicht mehr jede Preiserhöhung mit, sondern greift immer häufiger zu günstigen Handelsmarken. Die Quittung an der Börse: Auf Fünfjahressicht ist die Aktie nur noch rund 10 % im Plus.

Anstatt den Preiskampf aufzunehmen, konzentriert sich das Unternehmen auf den Premium-Bereich und will mit Innovationen glänzen. So verkauft es zum Beispiel in China aufgrund historisch niedriger Geburtenraten weniger Windeln. Mit Pampers Prestige hat der Konzern daher Luxuswindeln eingeführt, die eine zahlungskräftige Kundschaft ansprechen sollen. Die Erwartung: höhere Margen und ein höherer Marktanteil im Premiumsegment. Außerdem will das Unternehmen bis 2027 die Verwaltung verschlanken und insgesamt 7.000 Stellen abbauen.

Neben der Hoffnung auf ein Kurs-Comeback verspricht die Aktie dicke Dividenden – und das seit Jahrzehnten. Procter & Gamble hat seine Gewinnausschüttung 69 Jahre in Folge angehoben. Bei einem langfristigen Anlagehorizont – wie zum Beispiel für die Altersvorsorge – können solche Titel interessant sein. Derzeit beträgt die Dividendenrendite bei Procter & Gamble rund 2,9 %.


Chart der Woche

Bittersüße Ostergrüße

Preisentwicklung für einen Lindt-Goldhasen (50 g)

Chart-der-Woche Lindt

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg

Jedes Jahr zu Ostern hüpfen sie wieder in die Regale der Läden: die Schokohasen. Der Lindt-Goldhase ist dabei der beliebteste unter ihnen. Doch ein erneuter Preissprung trübt die Freude auf die edle Schokolade. Mit stolzen 3,29 € für die 50-Gramm-Variante lässt sich Lindt & Sprüngli die Schokolade, das goldene Gewand und die kleine Glocke um den Hals fürstlich bezahlen – ein Aufschlag von 50 Cent im Vergleich zum Vorjahr. Seit 2020 hat sich der Preis sogar um satte 84 % erhöht.

Lindt & Sprüngli begründet den aktuellen Preisanstieg mit den hohen Kakaopreisen 2024. Da der Rohstoff bei den Schweizern auf Vorrat gekauft wird, schlagen die zwischenzeitlich wieder gesunkenen Weltmarktpreise wohl erst ab 2027 positiv auf den Verkaufspreis durch. Die Konkurrenz hat dasselbe Problem. Auch der Milka-Schmunzelhase von Mondelez ist dieses Jahr mit 1,99 € insgesamt 30 Cent teurer als im Vorjahr. Die Kundschaft zeigt wenig Verständnis für diese Preise und greift immer mehr zu günstigeren Eigenmarken vom Discounter.

Während der Goldhase in den Supermärkten für Skepsis sorgt, bleibt die Aktie der Schweizer Schokoladenmanufaktur an der Börse weiterhin ein extravagantes Status-Symbol. Über 120.000 € kostet sie mittlerweile – und weiterhin ist kein Aktiensplit in Sicht. Hier kommt aber die gute Nachricht: Bei Scalable lässt sich zumindest der deutlich günstigere Partizipationsschein besparen. So investieren Sie bereits ab 1 € in Lindt & Sprüngli und können sich den Goldhasen – und die seit 30 Jahren ununterbrochen gezahlte Dividende – in mundgerechten Portionen ins Depot holen.


Banken-ETFs

Vampirjagd oder Aderlass?

Jahrelang kämpften die Notenbanken beiderseits des Atlantiks gegen die Inflation. Und gerade als sie dachten, sie hätten das Monstrum endlich erschlagen, erweckt Donald Trump es mit dem Beginn des Iran-Kriegs wieder zum Leben. Im März betrug die Inflationsrate im Euroraum 2,5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat – höher war sie zuletzt im Juli 2024. Im Februar hatte sie noch 1,9 % betragen. Getrieben wird die Teuerung hauptsächlich von den gestiegenen Energiepreisen durch die teilweise blockierte Straße von Hormus.

Der Kampf gegen die untote Inflation dürfte ganz ähnlich aussehen wie die erste Runde. Die Europäische Zentralbank hat streng genommen nämlich nur einen Bolzen in der Armbrust: Leitzinserhöhungen. Höhere Zinsen? Das klingt nach guten Geschäftsaussichten für UniCredit, Deutsche Bank und Co. In Wahrheit ist ein steigendes Zinsniveau für die Bankenbranche im Euroraum jedoch ein zweischneidiges Schwert.

Der Druck hoher Zinsen gepaart mit niedrigem Wirtschaftswachstum sorgt nämlich regelmäßig dafür, dass Unternehmen in die Knie gehen und Immobilienkredite – die zuvor gerade noch bedient werden konnten – platzen. Falls Europas stotternder Wachstumsmotor jedoch trotz höherer Inflationsraten und eines etwas höheren Zinsniveaus anspringen sollte, wären das die perfekten Bedingungen für eine weitere Rally unter den europäischen Bankentiteln.

Die Kreditinstitute der Eurozone sind mit ETFs auf den EURO STOXX Banks investierbar. Der STOXX Europe 600 Banks umfasst zusätzlich Nicht-EU-Staaten wie Großbritannien, die Schweiz oder Norwegen. Breiter aufgestellt ist der MSCI Europe Financials, der nicht nur in Banken, sondern in den gesamten europäischen Finanzsektor investiert. Wer Banken und Versicherer im eigenen Portfolio nur etwas höher gewichten möchte, kann sich auch ETFs auf den dividendenstarken Welt-Index FTSE All-World High Dividend Yield ansehen – hier ist der ausschüttungsfreudige Finanzsektor mit über einem Viertel vertreten.


SCALABLE NEWS


Sparpaten einladen

Ab sofort können auch Freunde und Familie für Ihre Kinder sparen. Dazu klicken Sie in Ihrem Profil auf „Ihre Kinder“ und dann „Sparpaten einladen“. Dort ganz einfach Name und IBAN hinterlegen und IBAN vom Kinderkonto mit den Sparpaten teilen. Et voilà: Schon können sich Oma und Opa an dem Zukunftstraum Ihres Nachwuchses beteiligen.

Den Krypto-Hebel ansetzen

Auf und Ab ist bei Netzwerken wie Bitcoin oder Ethereum an der Tagesordnung. Kryptowährungen bergen hohe Risiken und sind sehr volatil. Diese starken Schwankungen können für risikoaffine Trader aber auch Chancen bieten.

Für diesen Einsatzzweck bieten wir im Scalable Broker nun gehebelte Krypto-Derivate an, mit denen Sie long oder short gehen können. Einen Überblick über die verfügbaren Bitcoin-Produkte finden Sie hier auf der Website des Anbieters UniCredit. Einfach das passende Instrument aussuchen, ISIN in den Scalable Broker kopieren und loslegen.

Redaktionsschluss: Donnerstag, 7 Uhr

Quellen: Scalable und dpa-AFX

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