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Die jüngsten Quartalszahlen von Micron zeigen: Der KI-Zug fährt vorerst ungebremst weiter. Auf die Bremse drückt unterdessen Wearable-Spezialist Oura, doch die Branche bietet einen anderen Highflyer. Außerdem: Wie Sie vom aktuellen Zinsumfeld profitieren können. Spoiler: Unternehmensanleihen. Daneben beginnt an der Börse die schönste Zeit des Jahres – wenn man historischen Daten Glauben schenkt.


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Meistgehandelt

Hinweis: Die Angaben beziehen sich auf das Verhältnis von Käufen und Verkäufen der 100 meistgehandelten Aktien im Scalable Broker zwischen dem 25.09.2026 und 01.10.2026.

Im Fokus: Bloom Energy

Dass der Umsatz von Bloom Energy im letzten Quartal erstmals die Marke von einer Milliarde Dollar geknackt hat, sorgte bei der Aktie für ordentlich Auftrieb – gefolgt von Gewinnmitnahmen. Gleichzeitig wächst die Skepsis am Markt über die Abhängigkeit des Energietechnikunternehmens von stromhungrigen KI-Rechenzentren.


Märkte und Makro

Wenn Tech den Markt trägt – und die Zinsen hoch hält

Eigentlich sollten steigende Zinsen Aktien belasten. Doch davon ist derzeit wenig zu spüren: Der S&P 500 liegt seit Jahresbeginn deutlich im Plus.

Der Blick unter die Oberfläche zeigt allerdings: Vor allem Tech trägt den Markt. Der Sektor Information Technology konnte seit Jahresbeginn knapp ein Drittel zulegen. NVIDIA, Apple, AMD und Micron gehören zu den großen Treibern. Der gleichgewichtete S&P 500, der nicht vom IT-Sektor gezogen wird, hat dagegen deutlich weniger zugelegt.

Der KI-Boom beeinflusst möglicherweise nicht nur die Aktienkurse. Laut Morningstar könnten die gewaltigen Investitionen in Rechenzentren, Chips und KI-Infrastruktur dazu beitragen, dass das Zinsniveau länger erhöht bleibt.

Der Grund: Um eine Überhitzung der Wirtschaft durch diesen massiven Nachfrageschock zu verhindern, hält die US-Notenbank die Zinsen hoch. Das dämpft die Inflation, verschiebt den Druck aber vollends auf die Kapitalkosten.

Die Pointe: Tech heizt die Zinsen an, hat aber selbst die tiefsten Taschen – leidtun müssen darunter die übrigen Sektoren.


Podcast

Trump, China, Öl, Ukraine, KI: Die globale Ordnung formiert sich neu, mit drastischen Folgen auch für die Kapitalmärkte. Im Gespräch mit Christian W. Röhl zeichnet der Ökonom Dr. Martin Lück das „Big Picture“ der Zeitenwende und erklärt, was der Aufstieg des Populismus, das Ringen zwischen den USA und China und die ausufernde Staatsverschuldung für Ihr Depot bedeuten.

Hier geht’s zum Video auf YouTube oder zur Podcast-Version auf Apple Podcasts, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt.


Garmin

Doch kein „Ring on it“

Der Markt für Wearables wie die Apple Watch oder das Xiaomi Smart Band ist hart umkämpft. Sie können vieles, was der moderne, gesundheitsbewusste Mensch sich heutzutage wünscht: Sie tracken Fitness, überwachen den Schlaf, checken Gesundheitsdaten und manche ersetzen an der Kasse sogar den Griff zum Geldbeutel. Trotzdem hat Smart-Ring-Pionier Oura seinen Börsengang am Dienstag verschoben und begründete dies mit allgemeiner Marktunsicherheit. Das lenkt die Aufmerksamkeit auf einen Spezialisten, der an der Börse schon lange Qualität beweist: Garmin.

Zwar dominieren Giganten wie Apple und Samsung den Markt über die bloße Masse. Garmin hingegen beweist, dass auch eine Nischenstrategie fruchten kann. Die Schweizer haben sich bewusst vom reinen Lifestyle-Segment abgesetzt. Garmin richtet sich an Profis im Leistungssport- und Outdoor-Bereich sowie an Spezialisten in der Schiff- und Luftfahrt. Die Kundschaft ist bereit, für diese verlässliche Ausrüstung Premiumpreise zu zahlen – was dem Unternehmen im letzten Quartal einen Rekordumsatz von über 2 Mrd. $ beschert hat. Die Bruttomarge lag bei 62,4 %, ein Plus von 3,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Dies war unter anderem möglich, weil Garmin anders als viele Rivalen auf eine eigene Produktion setzt und somit keine Kosten auf externe Auftragsfertiger entfallen.

Ein weiterer Erfolgsfaktor: die Garmin Connect App. Sie setzt den Standard für die Analyse von Trainingsdaten. Der Lock-in-Effekt ist groß: Wer jahrelang seine Lauf-, Rad- und Leistungsdaten in diesem Ökosystem gesammelt hat, wechselt nicht mehr die Marke.


Chart der Woche

Das Beste kommt zum Schluss

Wahrscheinlichkeit einer positiven Nettorendite des MSCI ACWI, akkumuliert seit 1970

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Quellen: MSCI, bis 31.12.2000: MSCI World Index; bis 31.12.1998: Deutsche Mark. Scalable Capital Chief Economist Christian W. Röhl

Der Herbst steht vor der Tür. Was vielen erstmal aufs Gemüt schlägt, ist für Anlegende aber ein Grund zur Freude. Denn: Das vierte Quartal ist historisch gesehen Hochsaison an der Börse.

Ein Blick auf die Performance des MSCI All Country World Index (ACWI) seit 1970 zeigt: In 42 von 56 Jahren konnte im Schlussquartal eine positive Nettorendite erzielt werden – eine Erfolgsquote von 75 %. Und die Wahrscheinlichkeit einer Jahresendrally steigt sogar auf 80 %, falls die vorherigen drei Quartale bereits ein Plus von mindestens 10 % erzielt hatten. Diese Bedingung ist für dieses Jahr übrigens bereits erfüllt.

Die Zwischenwahlen in den USA, die sogenannten Midterms, könnten dieses Jahr für zusätzlichen Schub sorgen. Zumindest langfristig. Historisch gesehen waren die Anlegenden im Umfeld der Midterms im November zurückhaltend. Doch nach der Wahl zog die Börse in der Regel an und lieferte starke Ergebnisse für das letzte Jahresviertel.


Unternehmensanleihen-ETFs

Zinskitzel

Aktienmärkte reagieren in der Regel wenig euphorisch auf steigende Zinsen. Doch für Sie heißt das auch: Sie können so höhere Zinsen auf Staats- und Unternehmensanleihen bekommen. Dabei gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher das Risiko. Wer dieses Zins-1x1 versteht, kann Zinsveränderungen gezielt im Depot für sich nutzen.

Mit steigenden Zinsen werden bestehende Anleihen mit niedrigerer Verzinsung unattraktiv. Die Folge: Anlegende verkaufen. Dadurch fällt der Anleihekurs, gleichzeitig steigt die Rendite – denn dasselbe Papier kostet nun weniger. Über Anleihen gelangen nicht nur Staaten, sondern auch Firmen an frisches Kapital. Danone hat beispielsweise kürzlich eine neue Euro-Anleihe ausgegeben. Anlegende profitieren bei Unternehmensanleihen von einem Risikoaufschlag (Credit Spread), da hier das Ausfallrisiko größer ist als bei Staaten.

Über Unternehmensanleihen-ETFs streuen Sie das Risiko und diversifizieren obendrein Ihr Aktiendepot. Welcher ETF der richtige ist, hängt von Ihrer Zinserwartung ab. Mit einer variablen Verzinsung schützen Sie sich vor Kursverlusten aus der Duration, für risikoaverse Anlegende bieten sich ETFs auf kurze Laufzeiten an. Einen größeren Hebel bringt das gesamte Spektrum von Euro-Unternehmensanleihen mit einer durchschnittlichen Laufzeit von acht Jahren – damit einher geht aber auch ein größeres Risiko.


Scalable News


Verlängerte Handelszeiten

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Deshalb können Sie nun bei Scalable noch eher mit dem Handeln loslegen. Ab sofort öffnet die European Investor Exchange schon 90 Minuten früher, sodass Sie zwischen 6:00 Uhr und 23:00 Uhr aktiv sein können. So profitieren Sie vom frühesten Börsenstart in Europa und mit 17 Stunden der längsten Öffnungszeit aller großen Handelsplätze weltweit.


Altersvorsorge im Fokus


In dieser Rubrik beantworten wir kurz und knapp Ihre wichtigsten Fragen rund um das geplante Altersvorsorgedepot (AVD).

Ich habe Riester und denke über einen Wechsel zum AVD nach. Was ist einer der Kernunterschiede zwischen den Modellen, den ich u. a. bei meiner Entscheidung berücksichtigen sollte?


  • Bei Riester liegt der Fokus auf Sicherheit. Dank einer Beitragsgarantie müssen zum Renteneintritt grundsätzlich mindestens Ihre eingezahlten Beiträge plus Zulagen vorhanden sein. Der Nachteil: Ihr Geld liegt deshalb in sehr konservativen Anlageformen, was Ihre Rendite mindert.
  • Das AVD priorisiert Rendite. Sie nutzen den Kapitalmarkt mit Investitionen in ETFs, Fonds oder Private Markets, was langfristig dank des Zinseszinseffekts höhere Renditen bringen kann. Sie müssen dabei mögliche kurzfristige Marktschwankungen miteinkalkulieren.
  • Einfacher Wechsel möglich. Zum geplanten Start im Januar 2027 können Sie einen Übertrag online bei Scalable oder über Ihren bisherigen Anbieter anstoßen. Bei uns brauchen Sie dafür nur drei Angaben aus Ihrem alten Vertrag, z. B. die Vertragsnummer.

Redaktionsschluss: Freitag, 7 Uhr

Quellen: Scalable und dpa-AFX

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