
Marketingmaterial
Ein solides Portfolio steht selten nur auf einem Pfeiler. Entwickelt sich eine Anlageklasse schwach, können andere das ausgleichen – genau das ist die Idee der Diversifikation. Nach den ersten breit gestreuten Aktien-ETFs stellt sich oft die Frage: Was gehört noch in ein gut aufgestelltes Portfolio?
Ob Mischen tatsächlich Stabilität bringt, beantwortet eine Morningstar-Studie. Sie vergleicht ein klassisches 60/40-Portfolio (60 % S&P 500, 40 % Staatsanleihen) mit einem reinen Aktienportfolio über einen Zeitraum von 150 Jahren. Während der Weltwirtschaftskrise ab 1929 brach der amerikanische Aktienmarkt um rund 79 % ein – bei einem 60/40-Mischportfolio waren es hingegen nur 53 %. Über die gesamten 150 Jahre zählt Morningstar* 19 Bärenmärkte für Aktien, aber nur elf für das 60/40-Portfolio. Der einzige Haken ist das bereits angesprochene Jahr 2022. Damals gerieten Aktien und Anleihen gleichzeitig unter Druck, weil die Notenbanken ihre Zinsen so schnell anhoben wie seit Jahrzehnten nicht. Ein 60/40-Portfolio kehrte hier erst deutlich später als das reine Aktienportfolio auf seinen vorherigen Höchststand zurück. Mischen kann Schwankungen also abfedern, aber nicht eliminieren.3
Welche Aufteilung sinnvoll ist, hängt weniger von Marktprognosen, sondern von der eigenen Situation ab: Anlagehorizont, Risikotragfähigkeit und Lebensphase. Wer noch 40 Jahre bis zur Entnahme vor sich hat, kann Schwankungen vielleicht besser aushalten und dafür ein offensives Profil mit 80 bis 90 % Aktien wählen. Geht es dagegen primär darum, ein bereits aufgebautes Vermögen zu sichern, kann ein defensives Profil mit 30 bis 40 % Aktien und einem höheren Anleihenanteil sinnvoller sein. Dazwischen liegen ausgewogene Mischungen mit 50 bis 70 % Aktien, oft ergänzt um eine Beimischung an Rohstoffen, Gold, oder nischigeren Anlageklassen wie REITs*: Real Estate Investment Trust, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, einen Großteil ihrer Mieterträge als Dividende auszuschütten. Die folgende Grafik zeigt verschiedene Beispiele zur Ausrichtung von Multi-Asset-ETFs.

Quelle: DWS Investment GmbH, 2026.
Wer verschiedene Anlageklassen kombinieren, aber sich nicht permanent selbst um die Zusammensetzung kümmern möchte, kann auf sogenannte Multi-Asset-ETFs zurückgreifen. Die aufgeführten Verteilungen (siehe Grafik 1) lassen sich mit Multi-Asset-ETFs in einem einzigen Produkt abbilden. Sie bündeln Aktien, Anleihen und teils Rohstoffe nach einer festgelegten Zielgewichtung. Verschieben sich die Anteile durch Marktbewegungen, wird das Portfolio in regelmäßigen Abständen, meist viertel- oder halbjährlich, an die ursprüngliche Mischung zurückgeführt. Dieses Rebalancing erzwingt gleichzeitig ein antizyklisches Verhalten, das in Eigenregie oft schwerfällt. Manche Produkte folgen dabei starren Quoten, andere lassen dem Management Spielraum für taktische Anpassungen (aktive Multi-Asset-ETFs).
Was die Wahl der Aktienquote für deinen Vermögensaufbau bedeutet, lässt sich knapp zusammenfassen: Je niedriger sie ausfällt, desto ruhiger ist in der Regel der Verlauf – aber desto geringer auch das langfristige Renditepotenzial. Je höher sie ausfällt, desto größer die Renditechance – aber desto öfter und tiefer fallen wahrscheinlich auch die Schwankungen aus, die es auszuhalten gilt. Ein Multi-Asset-ETF nimmt die laufende Pflege ab; die Grundsatzentscheidung darüber, wie viel Schwankung tragbar ist, bleibt bestehen. Genau hier liegt der eigentliche Wert dieser Produkte: Sie machen es leichter, eine einmal gewählte Strategie auch durch unruhige Marktphasen hindurch konsequent durchzuhalten.
1 UBS, 2025, Global Investment Returns Yearbook 2025, abgerufen am 03. Mai 2026
2 Bloomberg, 2026, Bloomberg Global-Aggregate Total Return Index Value Unhedged USD, abgerufen am 03. Mai 2026
3 Morningstar, 2026, The 60/40 Portfolio: A 150-Year Markets Stress Test, abgerufen am 03. Mai 2026
Zinszyklen: Der Zinszyklus beschreibt die regelmäßigen Schwankungen der Zinsen über die Zeit – also Phasen steigender und fallender Zinsen
Morningstar: Morningstar ist ein unabhängiges Finanzanalyse- und Research-Unternehmen, das Daten, Analysen und Ratings zu Fonds, ETFs und Aktien bereitstellt, um Anleger bei Investmententscheidungen zu unterstützen.
REIT: Ein REIT (Real Estate Investment Trust) ist eine börsennotierte Immobiliengesellschaft, über die Anleger indirekt in Immobilien investieren und an Mieteinnahmen bzw. Gewinnen beteiligt werden.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Quelle: DWS International GmbH; Stand: 18.05.2025 CR: 110346
Risikohinweis – Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Weder vergangene Wertentwicklungen noch Prognosen haben eine verlässliche Aussagekraft über zukünftige Wertentwicklungen. Wir erbringen keine Anlage-, Rechts- und/oder Steuerberatung. Sollte diese Website Informationen über den Kapitalmarkt, Finanzinstrumente und/oder sonstige für die Kapitalanlage relevante Themen enthalten, so dienen diese Informationen ausschließlich der allgemeinen Erläuterung der von Unternehmen unserer Unternehmensgruppe erbrachten Wertpapierdienstleistungen. Bitte lesen Sie auch unsere Risikohinweise und Nutzungsbedingungen.